Was ist R?

 

R ist eine freie Softwareumgebung für statistische Berechnungen und Grafik. So steht es auf der Webseite vom R Project for Statistical Computing The R Project.

 

Ursprünglich wurde R von Robert Gentleman und Ross Ihaka vom Statistics Department of the University of Auckland entwickelt. Mittlerweise beteiligen sich sehr viele Menschen an dem Projekt, besondere Bedeutung kommt jedoch der Core Group von aktuell 20 Entwicklern zu.

 

Darüber hinaus ist R auch eine Programmiersprache. Im Unterschied zu anderen Sprachen, zum Beispiel C, existiert für R jedoch keine separate Sprachdefinition, die in einem Standard festgelegt ist, wie zum Beispiel ANSI C. R ist also das, was das Programm R versteht, um damit Berechnungen und Grafiken zu erstellen.

 

Im Jahr 2015 wurde das R Consortium gegründet. Diese Institution macht es sich zur Aufgabe, die Entwicklung und Pflege der Software zu garantieren, auf die sich zunehmend Unternehmen bei ihren lebenswichtigen Prozessen verlassen.

 

R Interpreter

 

R ist eine interpretierte Sprache. Insofern besteht R aus einem Interpreter, der Ihre Anweisungen zur Laufzeit umsetzt. Zunächst funktioniert das auf der Konsole, also ohne grafische Benutzeroberfläche (GUI). Eine einfache grafische Benutzeroberfläche wird jedoch für MAC und Windows mitgeliefert.

 

R von The R Project erhalten Sie unter den Bedingungen der GNU GENERAL PUBLIC LICENSE, die Ihnen im Wesentlichen die freie Nutzung und Weitergabe der Software garantiert. Wenn Sie die Software ändern oder verwenden, um damit ein neues Softwareprodukt zu erzeugen, muss dies kenntlich gemacht werden und das Ergebnis auch der GNU-Lizenz unterliegen.

 

Pakete

 

Neben dem R Interpreter gibt es mittlerweile etwa 8.000 Erweiterungspakete für R. Diese Erweiterungspakete sind frei zugänglich und machen einen kaum schätzbaren Vorteil der Software gegenüber anderen Angeboten aus.

 

Welche alternativen Anbieter von R Interpretern gibt es?

 

So, wie es für andere Programmiersprachen mehrere Compiler von unterschiedlichen Herstellern gibt, existieren auch für R neben The R Project verschiedenste Angebote für Interpreter.

 

Für Entwickler, Datenanalysten und Forscher

 

Mit die meiste Aufmerksamkeit dürfte wohl Microsoft R Open auf sich ziehen. Dieser Interpreter unterliegt im Wesentlichen den gleichen Lizenzbedingungen wie R von The R Project. Für die ersten Schritte mit R eignet sich das Projekt R Fiddle. Wenn Sie auf die Seite gehen, öffnet sich automatisch ein R Editor und Sie können Ihre ersten Anweisungen eingeben.

 

Für große Datenmengen und Organisationen

 

Weitere R Interpreter sind zum Beispiel Aster R von Teradata, Microsoft R Server und Renjin (sprich: R Engine) von BeDataDriven. Diese sind für den Einsatz mit großen Datenmengen und im Unternehmensumfeld konzipiert und unterliegen zum Teil restriktiveren und kostenpflichtigen Lizenzmodellen.

 

Links zu den genannten Anbietern und Produkten

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